Die richtigen Fette

...hier bekommt Ihr Informationen über die Ernährungsumstellung anhand von Fettpunkten

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Die richtigen Fette

Beitragvon SusanneSchmidt » 21.01.2011 09:28

Die Bedeutung von Fetten für die menschliche Gesundheit –Mit besonderem Augenmerk auf essentielle Fettsäuren –

Die Menge und Zusammensetzung der Fette in der täglichen Ernährung ist von hoher Bedeutung, da sie Gesundheit oder Krankheit der Menschen wesentlich beeinflussen. Nach derzeitigem Stand der internationalen Forschung ergeben sich vier fundamentale Fettzufuhrregeln:

Die tägliche Fettmenge sollte ca. 20% der täglichen Gesamtkalorienzufuhr betragen.
Sie sollte 10% nicht unterschreiten und nicht mehr als 30% sein.
Hierbei sind direkte und indirekte Fette mit einzubeziehen. (Bei 1500 Kcal-mind.15g bis max. 45g)

Die mehrfach ungesättigten Fette sollten wieder aufgeteilt werden in:
-zweifach ungesättigte Fette (Fettsäuren) Omega 6 (n-6) und
- dreifach ungesättigte Fette (Fettsäuren) Omega 3 (n-3)

Das Verhältnis der mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist von großer Bedeutung. Viele Funktionen des
menschlichen Körpers haben sich auf der Basis eines ausgeglichenen Verhältnisses dieser Fettsäuren entwickelt.

Omega-6 Fettsäuren haben eine entzündungsfördernde, Blutdruck erhöhende Wirkung.
Die Omega-3 Fettsäuren wirken genau gegensätzlich.
Zudem aktivieren sie den Stoffwechsel, verdünnen das Blut (insbesondere die Omega – 3 – Fettsäure), besitzen entzündungshemmende Eigenschaften und beugen somit Herz- und Hirninfarkt vor.
Fett macht nicht dick, vielmehr machen die richtigen Fette fit. Den höchsten Omega -3 Gehalt besitzt das Leinöl. Ein bis zwei Teelöffel sollten den Tagesbedarf decken. Im Stoffwechsel sorgt das Fett dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht so stark schwankt. Da Fett nur langsam verstoffwechselt wird, kann es die Abgabe von Kohlenhydraten an das Blut verlangsamen.
Wenn wir vor dem Verzehr von Kohlenhydraten etwas Eiweiß oder/und Fett (Fleisch, Fisch, Quark usw) zu uns nehmen, erzielen wir genau diesen Effekt: eine langsame Aufnahme der Kohlenhydrate. Durch den langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels wird weniger Insulin aktiviert und wir haben über längere Zeit ein Sättigungsgefühl.

Immer mehr Studien zeigen auf, dass Omega-6 Fettsäuren überhöht zugeführt werden
bei gleichzeitig zu geringer Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren.
Die Ernährung von zu viel falschen Fettsäuren, steht in enger Verbindung mit zahlreichen Krankheiten.
Vor allem: Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen, koronare Herzerkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, hohe Triglyceride, zu hohes LDL-Cholesterin, zu niedriges HDL-Cholesterin, Allergien, Rheuma, Diabetes, Nierenerkrankungen, Schuppenflechte, Neurodermitis, Übergewicht, entzündliche Darmerkrankungen, Depressionen, Alzheimer, Arthritis bis hin zu Krebserkrankungen.
Zudem wurde in Studien belegt, dass eine ausreichende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren für stillende Mütter und Kinder Not-wendig! ist, denn sie sind maßgeblich u.a. bei der Gehirnentwicklung und am Knochenaufbau beteiligt. Wenn der Ausdruck "falsche Fette" gefallen ist, so sind damit die Trans-Fettsäuren gemeint. Sie entstehen bei der Margarine-Herstellung in größeren Mengen. Man spricht dann von gehärteten Fetten.
Die Aufnahme ist weitgehend zu reduzieren.
Leider wird über fettes Fleisch, Wurstwaren, Käse u.s.w. zu viel davon aufgenommen.
Trans-Fette kommen aber auch z.T. in größeren Mengen in Industrieölen, Fertiggerichten, Chips, Schokolade, Instantsuppen, Süßigkeiten, Kuchen, sogar in manchen Brotsorten, Teilchen, Frühstücksgetreide, u.v.m. vor.
Trans-Fette erhöhen die Risikofaktoren für Herzerkrankungen, beeinträchtigen das Immunsystem negativ, senken den Testosteronspiegel, stehen in Zusammenhang mit niedrigem Geburtsgewicht von Babys, verringern die Qualität von Muttermilch, verändern die Insulinfunktion negativ, behindern Leberenzyme, verschlechtern die Beweglichkeit der Zellmembran, vermindern die Reaktionsfähigkeit, erhöhen das Zusammenhaften der Blutplättchen und vieles mehr..

Die Omega-3-Fettsäuren sind 3-fach ungesättigt und zerfallen zu ca. 80% innerhalb von drei Wochen, selbst bei vorteilhafter Lagerung (Ausschluss von Sauerstoff, Licht und Wärme). Die durch den Zerfallsprozess entstehenden Stoffe, z.B. Peroxyde und freie Radikale in großen Mengen sind körperschädigend..

Zusätzliche Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren mit frischem Leinöl
Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Hochseefisch und vor allem hochwertiges, frisches Leinöl.
Hochseefisch kann wegen des Problems der ausreichenden Mengen und der Gefahr von Pestizid- und Schwermetallrückständen problematisch sein.Obgleich Hanf- oder Rapsöl in Bezug auf den Omega-3-Anteil nicht schlecht sind (Hanföl 20%, Rapsöl 9%), so ist Leinöl in jeder Weise überlegen.Der Anteil von Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäuren) ist mit 56% bis 65% mit weitem Abstand der höchste in allen Lebensmitteln. Das Verhältnis von n-3 zu n-6 mit 1: 0,2 ist ideal geeignet, und das Verhältnis der mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Körper zu optimieren.
Frisches und hochwertiges Leinöl schleust Abfallstoffe aus den Zellen heraus- und frische Nährstoffe in die Zellen hinein.
Da Leinöl sehr schnell oxidiert, ranzig wird,(3-fach ungesättigt), muss es immer nach Pressung innerhalb von drei bis vier Wochen verbraucht werden. Älteres Leinöl hat keinen positiven Effekt mehr und kann den Körper eher belasten. Das Herstellungsdatum sollte auf der Flasche stehen, es sollte in dunklen Flaschen abgefüllt sein (der Einfluss von Licht ist 1000-mal negativer als der von Sauerstoff) und ständig unter Kühlung bleiben.
Leinöl entfaltet seine gesunde Wirkung am ehesten, wenn es mit schwefelhaltigen Aminosäuren (z.B. in Magerquark enthalten) eingenommen wird. Die Menge des einzunehmenden Leinöls hängt ab vom Grad der Gesundheit des Patienten, dem Körpergewicht und dem täglichen Kalorienverbrauch.
Wer will sucht Wege, wer nicht will, sucht Gründe!
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