"Übergewicht" eine mögliche Ursache aus der Kindheit

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"Übergewicht" eine mögliche Ursache aus der Kindheit

Beitragvon Kindermama » 07.03.2013 16:48

Hallo :hello:

Nach meinem gestrigen Ereignissen hier :oops: und dem Chaoswochenende ohne Lapi :no: hier das Neue Thema der Woche :mrgreen:



Heute ist eure Meinung zum Thema: "Übergewicht" eine mögliche Ursache aus der Kindheit? gefragt.


Kennt Ihr das:

"Den Teller immer leeren zu müssen, obwohl man eigentlich schon satt ist?"


"Bei Frust, Ärger, Sorgen ..... immer zum essen zu greifen, anstelle "andere" Dinge zu tun?"


"Essen aus Langeweile?"


"Oder Belohnung, weil man früher als Trost einen Lolli bekommen hat?"


Ich bin sehr neugierig auf Euro Geschichte/Meinung dazu!
Und freue mich, auf zahlreiche Antworten, die ich ganz bestimmt auch nicht mehr löschen werden :mock:
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Beitragvon Kiki72 » 07.03.2013 17:14

Na, dann fange ich mal an: ich kann mich an solche Aktionen wie Teller leer essen eigentlich nicht mehr erinnern. Also, denke nicht, das es verlangt wurde.

Ich denke nur, dass man viell. manchmal die falschen Gene mitbekommen hat? Mein Vater ist 1,93 cm groß und ein Bär von Mann. Allerdings nicht dick oder so, aber halt sehr stabil gebaut. Meine Schwester und ich haben deshalb den recht stabilen Körperbau vererbt bekommen.

Weitere Gründe: ich konnte bis jetzt keine leeren Teller von meinen Kindern in die Küche stellen und wegwerfen. Also, aß ich meine Portionen und die Reste der Kinder :no:

Und das war eindeutig nicht anerzogen, sondern nur Dummheit :oops:

LG Kirstin
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Beitragvon susanne1974 » 07.03.2013 22:47

Hallo,

hmmm habe einen großen Teil meiner Kindheit bei meiner Oma verbracht, weil meine Eltern berufstätig waren
und meine Mutter auch oft krank war. Ich war auch schon immer etwas molliger und noch nie so wirklich schlank.
Was bestimmt was mit der ungesunden Ernährung in meiner Kindheit und Jugend zu tun hatte.
Bei meiner Oma gab es immer das Essen was ich gerne mochte, Nudeln ( in Butter geschwenkt) mit Ketchup,
Schmorwurst mit Kartoffelbrei (mit Butter und Vollmilch zurbereitet) oder Kartoffelsalat.
Aufs Brot immer dick Butter unter die Wurst. viel Limonade , Schokolade , Chips und co.
Meine Eltern waren und sind Übergewichtig, meine Oma war es auch!
Essen war bei uns Trost für Einsamkeit,( ich habe mich oft einsam gefühlt )wenn wir traurig waren, gegessen wurde aus Langeweile.
Am Wochenende gab es immer was besonderes zu Essen oder zu Naschen abends zum Fernseh.
Früher wurde viel fetthaltiger gekocht, bei uns gab es viel Pizza, Currywurst usw.

Heute achte ich viel mehr darauf was ich esse und besonders was ich meinen Kindern zu Essen gebe.
Möchte nicht das es ihnen so ergeht wie mir und sie dann ihr Leben lang mit Übergewicht kämpfen müssen.
Sie sollen von klein an die guten Gewohnheiten lernen, sich gesund ernähren und naschen in Maßen.
Trotzdem schleichen sich immer mal wieder alte Gewohnheiten ein.
Am Wochenende was besonderes zu Essen oder für Abends zum Fernseh, als Belohnung für die stressige Woche
oder auch aus Einsamkeit, wenn meine Kids bei Oma sind und ich alleine zuhause bin.
Es ist garnicht so einfach die alten Gewohnheiten abzulegen, die sitzen so tief in einem drinn.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und ich arbeite dran, die schlechten Gewohnheiten in Gute umzuwandeln!

lg Susanne1974
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Beitragvon Anschi » 08.03.2013 00:36

Hallihallo!

Bei mir ist es, so denke ich, eine Mischung aus Veranlagung und Erziehung. Als Kind wurde ich noch so groß, dass der Teller leer gegessen werden sollte; ich erinnere mich, dass meine Schwester und ich mal "ums Haus geschickt wurden", damit das Essen rutscht und wir den Teller dann noch leer essen konnten... Wenn wir was nicht packten, aß es mein Papa leer, damit es nicht verkommt... - später schimpfte meine Mama über seinen Bauch, den sie selbst mit angezüchtet hatte...
Meine Mama selber neigte nicht so zur Zunahme, aber beide Elternteile hatten den Krieg und die Vertreibung miterlebt und so kamen ihre Essensmuster auch mit aus diesen Erfahrungen.
Ich war als Kind immer etwas pummelig, meine Schwester war die Schlanke - in der Ausbildung zur Verkäuferin nahm ich schön ab und wog damals 47 bis 48 Kilo bei einer Größe von 1,52 - optimal eigentlich. Bei meiner Hochzeit wog ich noch 53 Kilo - ich hatte nach der Lehre ins Büro gewechselt und die Bewegung fehle mir dann. War aber immer noch recht schlank. Daneben entwickelte meine Schwester zu dieser Zeit eine Bulemie - ich bekam nach der Hochzeit in kurzer Zeit 3 Kinder und einige Kilo zusätzlich. Dazu kam dann noch eine Angsterkrankung und eine allgemeine Überforderung - und weitere Kilos.....war immer schon ein Stress- und Frustesser. Damals sagte ich schon scherzhaft "bei 70 Kilo erschieße ich mich..." - nun, ich hatte inzwischen schon beinahe 80, aber lebe immer noch... Die letzten 15 Kilo kamen allerdings dazu, als meine Ehe dann zerbrach und ich einfach keine Kraft und keine Lust hatte, auch noch über Sport oder Abnehmen nachdenken zu müssen - ich hatte viel zu viele Baustellen gleichzeitig. Und ich wollte auch wegen der Magersucht meiner Schwester mich nicht diesem "Magerwahn" unterwerfen....
Insgeheim wusste ich natürlich, dass ich auf Dauer so ungesund nicht weitermachen darf - gesundheitliche Folgen des Übergewichtes nahmen zu. Aber die alten Denkmuster abzustreifen, das ist eine größere Sache. In einem ersten Schritt habe ich Ende 2011 mit einem Buch und einer CD darum versucht, meine Gewohnheiten etwas zu ändern, indem ich übte, dass ich aufhöre zu essen, wenn ich satt bin. Und habe erst mal feststellen müssen, dass ich das erst wieder spüren lernen musste. Auch Reste auf dem Teller zu belassen, wenn ich satt bin, war nicht einfach - gerade im Restaurant, wo ich schließlich extra dafür bezahlt hatte. Aber ich habe keine Probleme inzwischen, wenn ein großes Stück Fleisch übrig bleibt, den Kellner zu bitten, mir dieses einzupacken... so hatte ich schon manches gute Essen für den nächsten Tag nochmals...

Richtig toll finde ich jetzt die Erfahrung hier, dass man diese Programme im Hirn wirklich "umprogrammieren" kann, wenn man die Ernährungsumstellung konsequent einige Wochen durchgehalten hat! Und inzwischen reagiert mein Körper auf die neuen Programme oft schon automatisch, ohne dass ich das vom Kopf noch gezielt steuern müsste.

Deshalb von mir zu der Titelfrage: ja, eine große Anzahl der Übergewichtigen haben ihr Essverhalten aus der Kindheit als Hauptursache ihrer heutigen Probleme mitgebracht. Und bei einer großen Anzahl der Menschen geht die Stressbewältigung auch über das Essen, ebenso wie Belohnungen vielfach über Nahrung ausgedrückt werden. Ich geh heute auch noch gerne mal "schön essen", wenn ich mir was Gutes gönnen will - aber heute achte ich mehr drauf, WAS ich dann esse... :D

Lieben Gruß! Anschi
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Beitragvon Kindermama » 08.03.2013 09:37

Ich glaube einfach, es geht vielen Menschen so!

Das man erstmal die alten Gewohnheiten überspielen muss, und dann durch konsequentes Umsetzen es gelingen kann, Neue Dinge zu lernen. :yes:

Aber: Es kommt immer wieder vor, das das alte Verhaltensmuster durchkommt! :idea:

Dann gibt es nur eins: Sich klar machen, abhacken und neu Starten!

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes und neu Umgesetztes Wochenende, ohne dem alten Rhytmus :good:
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Uebergewicht-Kindheit

Beitragvon Pirili » 08.03.2013 10:00

Hallo Zäme
auch mein LEIDENSWEG mit Uebergewicht wurde in der Kindheit gelegt. Ich bin mir ganz sicher, dass Uebergewicht in den meisten Fällen durch die Falschernährung seinen Lauf nimmt.
Als 5-jährige, damals noch rank und schlank, verbrachte ich die Nachmittag bei meiner Grossmutter , da meine Mutter nach der Scheidung Teilzeitarbeiten musste.
Meine Grossmutter hat mir jeden Nachmittag Pralinen selber gemacht. Sie hat mit REINER BUTTER Kugeln geformt, die dann in Schokostreusel gewendet und kalt gestellt. Als Kind war das für mich das Grösste.. Zudem gabe es oft weisse Bohnen mit Speck.. überhaupt eigentlich nur Fett. Ich wurde runder und runder. Und NIEMAND hat die Bremse gezogen.
Ich wurde mit Fett gemästet... und welches Kind sagt schon zur Grossmutter.. du das macht dick !! Jedenfalls nicht in den 60-er Jahren.
Heute bin ich bald 60 zig und denke viel nach. Ich weiss, der Satz..MUTTER IST AN ALLEM SCHULD, darf man nicht verallgemeinern... aber ehrlich, ist es nicht doch so. Selber habe ich keine Kinder.. aber wenn, wären die mit einer
guten und verantwortungsvollen Ernährung aufgewachsen. Klar, in den 60 Jahren wussten auch unser Eltern sehr wenig über Ernährung.Man entschuldigt seine Eltern immer... hat man auch gelernt...
Dann kam die Schulzeit. Ich war immer das dickste Kind. Beim Turnen eine qual. Nie wurde man ausgewählt beim Völkerball.. eine Mannschaft musste mich zuletzt nehmen ! Dann die Kletterstange.. das Reck . die Ringe. Immer wurde gelacht. Walze, Rollmops ... ganz ehrlich, wenn ich daran denke, kommen mir noch heute die Tränen. Eigentlich hat das Uebergewicht in der Kindheit mein ganzes Leben geprägt.
Die Fettzellen sind geboren , die bringt man nie weg.. man kann sie nur im Zaun halten.
Jedenfalls sind nun 5 Kilo weg. Ich hoffe sehr, meine nächsten Jahre etwas schlanker zu verbringen.
Liebe Grüsse an Alle von Pirili
Ps.. wie war das bei euch in der Schule ??? Ist euch diese Schulzeit auch so in trauriger Erinnerung geblieben ?
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Beitragvon Traudel1964 » 08.03.2013 11:51

Essen war für mich immer der Horror. Ich esse noch heute nicht gern warm. Musste immer aufessen egal was es gab. Mein Opa war Hausschlachter und ich die erste Enkelin und dann wollte ich das Schlachteessen nicht essen?...undenkbar.Mein Opa ist damals fast ausgeflippt deshalb.Im Kindergarten war das genauso. Alle Kinder lagen schon zum Mittagsschlaf auf den Liegen und ich saß allein am Tisch,hatte den Mund voller Essen und kriegte nix runter. Einmal musste ich sogar am nächsten Morgen in die Küche kommen und die kalte Möhrensuppe vom Vortag aufessen. Ich ess heut noch keine Möhrensuppe deshalb. Ist ein richtiger Ekel deshalb für mich. Damit ich nicht ganz und gar verhunger hat man mir ne Tafel Schokolade in die Hand gedrückt.Hat der Kinderarzt empfohlen...wenn sie die mag,soll sie die eben essen. Es gab auch noch Vitaminspritzen vom Arzt,damit ich auch was werde :?: In der Schule war ich immer die Kleinste und die erste im Klassenbuch:Dh ich war im Sport immer die Erste die zur Kontrolle was machen musste. Es wurde immer gespottet,weil ich sehr ängstlich war und unsportlich obendrein. Ich hatte auch schon früh ein Sportattest,wegen der Schilddrüse.Beschimpft hat man mich nie ,weil ich war zwar moppelig,aber nicht so richtig dick.
In der Lehrzeit war das der gleiche Mist. Da hatte ich dann aber sehr abgenommen,weil ich im Internat wohnen musste und schrecklich Heimweh hatte. Essen konnten wir dort soviel und was wir wollen.Es gab jeden Morgen und Abend eine tolle Auswahl.Mittagessen war dort Massenabspeisung und von der Qualität schrecklich. Man hat sich dann eben ein Stück Kuchen gekauft oder eine Bockwurst mit Brötchen.Oder ich hab am Liebsten 2Brötchen und einen Klecks Senf gegessen. Ich bin zum Glück in der DDR groß geworden und somit gab es kein Fast Food usw. Pizza kenne ich erst seit der Wende. Wer weiß wie ich sonst ausgesehn hätte :scratch:
Ich bin zwar auch im Haus meiner Großeltern mit aufgewachsen,aber Extrawurst bekam ich da nie. Später haben wir dann bei der anderen Oma gewohnt und die war viel strenger.Sie hatte 10Kinder und da ging es Hauptsache darum alle satt zu kriegen,egal wie.
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Traudel1964
 

Beitragvon wattwurmcux » 08.03.2013 11:52

Wir hatten in der Nachbarschaft einen Bauern,für den mein Opa,ein Schmied,immer die Pferde beschlug,und die

Wattwagen reparierte.Dafür bekam meine Mutter j e d e n Tag kuhwarme Milch.Daraus machte sie mir täglich

Milchsuppe :bad: Ich durfte nicht über Portionsgröße entscheiden und saß würgend davor,bis ich alles aufgegessen

hatte. :bad: :bad: Früher,ich bin 1951 geboren,waren die hygienischen Verhältnisse auch noch etwas anders. Da

stand die Milch ungekühlt in grossen Kannen beim Bauern auf der Diele,dick die Sahne obendrauf,und jede Menge

Fliegen drumherum,einfach nur eklig.Es hat lange gedauert,bis ich mich wieder mit Milch anfreunden konnte--aber

nur eiskalt,fettarm,und mit Kakaopulver. :roll: Tja,so war das früher,da wurde der Grundstein fürs Gewicht gelegt,ich

habe es bei meinem Sohn anders gemacht,er musste alles probieren-und dann konnte er sich entscheiden,ob er es isst,

und wenn ja,wieviel.Damit bin ich gut gefahren,heute ist er erwachsen,groß und schlank,und hat eine Freundin,die kochen

kann,und auch ein bisschen auf Fett achtet.(hat sie von ihrer Mutter gelernt). :good: :good: LG die Karin
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Uebergewicht-Kindheit

Beitragvon Pirili » 08.03.2013 12:35

Hallo Zäme
ich muss nochals ein paar Worte schreiben.. es ist so wie ich es immer gedacht habe.. fast alle beschreiben ihre Kindheit gleich. Heute ist es anders.. aber wir haben nun mal unsere Fettzellen angemästet bekommen. Für mich steht fest.. es sind selten die GENE.. es ist das Verhalten von Generationen. Viele Familien , von der Urgrossmutter zur Enkelin sind dick. Die vererben nicht die GENE sondern das falsche Essverhalten.
Ist man einmal dick, bringt man die Kilos immer nur vorübergehend in den Griff.
Ein auf und ab entsteht. Deshalb bin ich von der 30 Gramm Fett-Methode absolut überzeugt. Unser Fett wird weggeschmolzen weil wir kein Fett oder eben nur das richtige Fett in der richtigen Menge essen.
Ich könnte noch so viel schreiben über meine Kindheit als dickes Kind. Viel verdrängt man.. aber es ist NICHT VERARBEITET. Man gibt sich so, als wenn die Kindheit lustig und gut gewesen ist. Im Grunde war sie sicher teils schön.. aber mit NORMALGEWICHT wäre sie schöner und besser gewesen.
Selbst in der Schule, in den 60-er Jahren wurden die hübschen, schlanken Kinder vom Lehrer bevorzugt.
Für die Schulreise wurde ich dispensiert.. ein Tag laufen war zuviel. Vom Turnunterricht wurde ich dispensiert. Weil ich nicht mehr gehen wollte.. und schwupps.. war ich wieder ein Aussenseiter.
Dann der Schularzt.. in Reihe auf die Waage. Laut, sehr laut hat er der Assistentin mein Gewicht gerufen.. und alle haben gelacht.
Das ist alles tief tief in der Seele... Deshalb bin ich gerne in diesem Forum. Man kann sich auch etwas Frust von der Seele schreiben.
Liebs Grüsse von Pia (Pirili)
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Beitragvon osaft90 » 09.03.2013 08:39

ein interessantes thema :)

ich sehe es auch so, dass vieles durch die "Erziehung" kommt und nicht von den Gene oder nur bedingt von den genen.
Bei mir war es genauso:essen bis der Teller leer ist. Es gibt sogar ein bild von mir, wo ich mit vollem Mund sitze und heule, weil ich absolut nix mehr essen wollte. meine letern fanden das damals so witzig, dass sie es festgehalten haben. das bild habe ich auch noch irgendwo...
auf der anderen sehe ich besonders die schuld bei meiner mama. als ich anfing dick zu werden, meinte sie mich richtig auf diät zu setzen. das ging soweit, dass ich mit 13 sogar abführtees trinken sollte. also meiner meinung nach sollte eine mutter wissen, dass sowas generell nicht gesund ist und dann auch noch bei einem Kind... und auf der anderen seite: wenn ich dann abends die portion aus der pommesbude ablehnte, konnte ich mir sprüche wie " ach, als wenn das jetzt soviel ändert, wenn du abends fritten etc ist" und wir haben teilweise 3mal die woche von der bude gegessen. dann schickte sie mich zur ernährungsberatung. Ich lernte dort einiges unter anderem auch, weniger FETT zu essen, sowie ich es jetzt tue. aber meine mama hielt es alles für quatsch und kochte dennoch fettig weiter. auch brachte sie mir keine geflügelwurst mit wenn ich sie darum bat. sei eh alles quatsch was die beraterin sagte,ich solle weniger essen. ständig widersprach sie sich...

und wo ich ganz besonders den grund sehe: als kind mit süßes belohnt werden wenn man sich wehgetan hat. das was ich heute mache, wenn ich traurig bin oder ähnliches - ESSEN und zwar nur ungesundes. und das sehe ich auch bei der meiner kleinen nichte (Seite meines mannes). wenn die quengelt oder traurig ist gibt es eben die kleinen gummibärentütchen. aber nicht nur eine. dann noch hier was, da schokolade, da was....als sie festere nahrung essen durfte, hat sie auch von dem essen mitgegessen, was der rest der rest der familie aß. an sich ja auch ok, aber wenn man dann den blumenkohl mit butter, sahne usw. kocht, finde ich dass das absolut ungeeignet für ein 1,5 jähriges kind ist. soviel fett und zucker, was sie kriegt, einfach unverständlich für mich, dabei haben ihre eltern beide, starkes übergewicht. der Papa, mein schwager, der hat schon bluthochdruck und auch so einiges an gesundheitsproblemen. habe mich schon mit meinem mann unterhalten, dass ich das bei meinem/unseren Kindern so später nicht dulden werde. den meistens gibt es das süße von oma. ich verstehe mich sehr gut mit meiner schwiegermutter, aber wenn es soweit ist, könnte es eventuell doch krieseln, da ich dabei ganz andere ansichten habe. klar will ich unsere kinder nicht nach der 30 gramm fett methode ernähren. ich will aber dass sie ein normales verhältnis zum essen kriegen. und wenn ich sehe, dass oma und schwägerin ganz stolz berichten, dass der Kinderarzt sagt die kleine hätte idealgewicht, kriege ich ebenfalls die krise, denn ich finde die ersten 3 jahre sind besonders prägend und das gewicht wird erst später kommen, wenn sie es dem kind weiterhin so beibringen. aber natürlich will ich das nicht hoffen. wir hatten die kleine (mitlerweile 3 jahre) vor kurzem bei uns und da hat sie hier mitgegessen. es gab kartoffeln mit Möhren-Hähnchenbrustgeschnetzeltem, soße war mit etwas schmand angerührt. und es hat ihr geschmeckt, sie hat sich den bauch gerieben und "mhh" gemacht :yes: :yes: noch kurz: beim grillen hat sie schon mit 2 jahren ne ganze bratwurst gefuttert, mit ketchup! ach ich könnte noch mehr nennen, aber im grunde, finde ich, dass die Eltern zum großen Teil dafür verantwortlich sind, wenn man später gewichtsprobleme hat

hoffe man kann meinen text gut lesen und es sind nicht allzuviele rechtschreibfehler drin, musste mich beeilen, da ich jetzt gleich los muss :oops:
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Beitragvon uschi » 12.03.2013 14:07

Bei mir ist das Gegenteil der Fall. Als Kind habe ich kaum was gegessen. Ich mochte nichts, mir schmeckte kaum etwas. Das wurde auch von meinen Eltern akzeptiert, es gab aber auch keine Extrawurst.
Zu Hause mal Pommes oder Chips? Niemals! Und Süßigkeiten? Ja, zu Weihnachten und zu Ostern. Essen gehen? Kannten wir nicht.

Aber irgendwann zieht man ja weg von seinen Eltern und dann darf man essen, was man will. Ist erst mal nicht schlimm. Beruf, Haus bauen, Kinder kriegen, alles zusammen ziemlich anstrengend und genug Bewegung hat man dann auch. Aber irgendwann kommt die ruhigere Phase, dann rächt sich dieses "Ich darf jetzt essen was ich will". Und wenn man dann nicht aufpasst, landet man bei so netten Leuten wie euch. :yes: :good:
Na, wenn das nichts ist! ;)

Liebe Grüße und einen schönen Tag im deutschen Winter.

Uschi
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Beitragvon dani65 » 12.03.2013 15:00

Ich kann leider nicht so mitreden,denn ich war immer schlank,in meiner Jugendzeit war ich ne Leistungssportlerin,so richtig auch zu Wettkämpfen gefahren.

Jedoch steckts in meiner Famile--meine Omi,meine Tante,meine andere Tante alle sind übergewichtig.


Ich bekam mit 21 meine Tochter,dann meinen Sohn,dann heiratete ich nochmals wir wünschten uns ein Kind,ich musste ne Hormonbehandlung machen,Tabletten schlucken und mich in Bauch spritzen,das gab mir den Rest + 20kg und schwanger wurde ich nicht.

Das iss auch das was sehr schlecht runter geht.Ich komme auch so nicht damit klar,ich war immer schön schlank und möchte es so gern wieder sein,vielleicht bin ich deshalb so ungeduldig :cry:


LG Dani
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Beitragvon EvaRa » 11.06.2013 20:07

Auch ich möchte hier von meiner Essvergangenheit berichten, ich hab die bisher geschriebenen Erzählungen sehr interessiert gelesen. Vieles wiederholt sich in euren Beschreibungen und auch bei mir gibt es da Übereinstimmungen.
Nur bin ich schon der Meinung, dass der Mensch auch eine Anlage für mehr Gewicht (ich finde den Begriff "ÜBERgewicht" schrecklich, über WAS bitteschön soll das Gewicht denn liegen??? :?: ) haben kann. Ich bin die jüngste von vier Kindern und alle kamen mit über 9 Pfund zur Welt. Darauf hat wohl nun kein Mensch vor seiner Geburt Einfluss.

Bis zum Schuleintritt mit 6 Jahren verlief mein Wachstum in üblichem Rahmen, doch dann nahm ich langsam aber stetig zu, bis ein Arzt (als ich 12 Jahre alt war), mein zu hohes Gewicht in fast beleidigender Art ansprach.Nach einer gründlichen Untersuchung in einer Uniklinik fand man keine organischen Ursachen und mir wurde eine Diät verordnet, die Dickmacher total verboten hat und hauptsächlich aus Gemüse, Salat, Obst und magerstem Fleisch bestand. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Freundin in meiner Klasse und wurde schlimm gehänselt z. B. als "dicker, fetter Luftballon oder Herkules". :(
Ich habe dann diese Diät durchgestanden, um endlich auch in meiner Klasse Anerkennung zu bekommen und in ca. 6 Monaten 20 Pfund abgenommen. Im Anschluß war ich mit meinen Eltern in den Ferien weg und habe sehr bald meine alten Essgewohnheiten wieder aufgenommen, da ich mich endlich wohler fühlte und glaubte wieder mehr essen zu können und nicht hungrig am Abend ins Bett gehen zu müssen.
Das war ein großer Irrtum, denn seither kämpfe ich gegen mich :( und gegen den jo-jo-effekt seit nunmehr 42 jahren fast pausenlos an.

Bevor ich Susannes Buch entdeckte, habe ich mich eigentlich aufgegeben und bin auch schon bei Kleidergröße 50 gelandet (5 Kilo vor meinem absoluten Höchstgewicht von ehemals 118 kg).
Nun fühle ich mich jedoch hier sehr wohl und freue mich, wenn so viele nette weggefährtinnen auf mich im Forum aufpassen.

in diesem Sinne

:evil: :nie.smiley_20129.png: :evil:

EVA
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Beitragvon Petra1304 » 16.06.2013 06:36



Hallo ihr lieben.
Oh das kenne ich auch zu gut :no: Als Kleinkind bis zum Vorschulalter war ich zu dünn.Habe unter Nierenbeckenentzündungen gelitten und musste eine strenge Purinarme Diät einhalten.
Dann aber als ich kurz vor der Einschulung stand-war alles besser und ich durfte alles wieder essen.
Meine lieben Eltern und Verwanten haben es dann so übertrieben. Wenn andere Kinder 1 Eis bekommen haben.-Ich habe 3 hinter einander bekommen.
Der Eismann war mein bester Freund :eyes: und nannte mich beim Namen.Klar habe bestimmt all seinen Kinder das Studium bezahlt-Ich war eine sichere Einnahme Quelle . :D
Und es was soll ich sagen.Ich bin explodiert und bin es von da an immer geblieben. :eek:
Tja und nun bin ich hier zum Glück auf diese Seite gestoßen.Hoffe nun das ich es schaffe die letzten 37 Jahre zurück zu drehen und bald mal wieder in ein Geschäft zu gehen und nicht gleich das Gesicht der Verkäuferin zu sehen die sagt:" oh je was wil die den hier!"
Einmal wieder sagen:" Ach bitte haben sie das auch eine Nummer kleiner ?" :unknown:
Ja das ist so in kurze mein Leben.
Aber ich sage immer: Humor ist wenn man trotzdem noch lacht !! :D [url=http://diaet.abnehmen-forum.com/]Bild[/url
Zuletzt geändert von Petra1304 am 23.06.2013 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon wattwurmcux » 16.06.2013 07:58

Hallo,Petra :hello:

Ein herzliches Bild

Dein Eintrag könnte hier etwas verloren gehen,stelle Dich doch am Besten

noch mal unter der Rubrik "who is who " vor.

Ich wünsche Dir viel Erfolg .LG die Karin. :bye: :bye:
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