MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

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MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Anschi » 28.04.2015 16:18

Heut muss ich auch mal etwas Frust loswerden...
Momentan frag ich mich grad, ob ich ein Schild auf der Stirn trage mit der Aufschrift: "Ich bin ein A...tretet mich ruhig..." ? Kennt ihr solche Zeiten auch? Wo man von allen Seiten dauernd dumm angemacht wird und wenn man sich wehrt, bekommt man noch einen hinterher? Aber ich wehre mich jetzt trotzdem weiter - denn genau dieses "es allen Recht machen wollen" und "Frust in mich rein fressen" ist ja mit ein Grund gewesen, dass ich immer dicker wurde! Und da hin will ich nicht wieder kommen - also werde ich momentan richtig "streitbar" und versuche, mich abzugrenzen. Ich merke, wie schwer mir das fällt - habe ich mich endlich mal energisch zur Wehr gesetzt und Grenzen abgesteckt (mein Mann lobt mich dann immer :biggrinn: ) fühle ich mich hinterher meist trotzdem "schlecht", weil ich ja "den Leuten auf die Füße getreten bin". Und verdränge dabei gerne, dass sie in der Regel ZUERST MIR auf die Füße getreten sind, bevor ich mich wehrte. :boys_0137: :boys_0136: Weil ich aber meist viel zu lange erst mal "nix" sage, bis ich mich wehre, kommt das natürlich dann auch öfter etwas heftiger raus....wie so ein Flaschengeist aus einer Flasche mit Überdruck... :boys_0136: Aber ich bin ja noch am Lernen... mit beinahe 50 Lebensjahren auf dem Buckel sollte ich das langsam in den Griff kriegen..... :kez_13_menno:

In diesem Sinne:
:alles:
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Beitragvon Tomatensusanne » 28.04.2015 17:07

Das kenn ich auch nur zu gut, Anschi. Bei mir dauert es auch lange, bis ich aufsteh und mit der Fausst auf den Tisch schlag. Und dann heisst es gleich: Was hat sie denn? :boys_0325:

Manche Tage sind echt arg. Und dann reisst man sich den ganzen Tag zusammen, kommt heim, und dann reicht das I-Tuepfelchen zum Explodieren, weil es GG heute vielleicht aehnlich ging. Aber wir passen meist auf, dass wenn wir so von der Arbeit kommen, dass wir jeder unsere halbe Stunde fuer uns kriegen.

Bei mir hat es auch lange gedauert, bis ich mich zur Wehr setzen konnte, und jetzt, wo ich es kann, hab ich manchmal keine Lust auf Auseinandersetzung und halt auch wieder die Klappe. :boys_0136:
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Beitragvon EvaRa » 28.04.2015 21:03

Hallo Anschi, :10hallo2:

das was du da von dir beschreibst kenne auch ich allzu gut. Ich nenne das Harmoniesucht, an der doch hauptsächlich wir Frauen leiden, da wir uns
verantwortlich fühlen, dass in unserer Umgebung (Familie, Kolleginnen etc.) alles läuft.
Und darüber vergessen wir uns selbst und unsere Bedürfnisse. :alex_03_neutral: Diese kommen wenn überhaupt, erst ganz am Schluß dran.
In meinem Beruf komme ich jedoch immer häufiger mit Menschen in Berührung, die 1 - 2 Generationen jünger sind als ich und siehe da:
diese sind im Vergleich zu mir wahre Egoisten und setzen oft mit aller Macht ihre Wünsche durch. :boyboxen:
Nun gilt es, hier ein Mittelmaß zu finden, was nicht immer leicht ist, aber doch erlernbar ist.

In diesem Sinne: Kopf hoch, du bist auf dem richtigen Weg, wenn du auch immer mal an Dich zuerst denkst. :jc_doubleup:

LG EVA
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Beitragvon mollifit » 29.04.2015 00:01

Hallo Anschi,

ich war auch so um die 50 rum, als ich anfing zu "sortieren".
Zu manchen Menschen ,zwar freundlich und höflich zu bleiben, aber mich innerlich
und das ist viel wichtiger, zu lösen.

Einen gesunden Egoismus zu haben ist gar nicht verkehrt.

LG Regina
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Beitragvon Luce » 29.04.2015 00:51

Huhu Anschi,

ich finde mich in Deiner Geschichte so gar nicht wieder.... :aaaah: :boys_0136: :boys_0222: :biggrinn:


Doch....natürlich kenne ich das auch. :mocking:
"es allen Recht machen wollen"
War für mich auch Thema letztes Jahr in Bad Orb, als ich zur Kur dort war.
Da steckt ja noch mehr hinter als nur nicht Nein sagen zu können.

fühle ich mich hinterher meist trotzdem "schlecht",
Ja, das ist mir auch wohl bekannt. :boyakkordeon: Fühlt man sich schlecht weil man nicht nach der Pfeife der anderen tanzt, sich endlich gewehrt hat, oder weil man endlich mal an sich denkt, wo das doch vorher sozusagen verboten war?

Das -Umprogrammieren- kann man erlernen. Gelegenheiten dazu bieten sich ständig und es hat ja keiner behauptet das es einfach wäre.... :biggrinn:
Du bist auf dem besten Weg Anschi. :boyboxen: :jc_doubleup:
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Beitragvon tabaluga » 29.04.2015 06:28

Hallo Anschi,

da kann ich mich auch dazustellen mit der Harmoniebedürftigkeit. :0337rainbow:

Inzwischen behaupte ich mich bedeutend mehr. Aber da verlieren sich auch einige Kontakte, bei denen man anscheinend vor allem der seelische Mülleimer war.

Es ist nicht einfach, hier die richtige Balance zwischen Empathie und Eigenständigkeit zu finden. Ich möchte ja nicht vom "Engelchen" zum sprichwörtlichen "Drachen" mutieren.

Inzwischen konnte ich aber schon feststellen, wenn ich mich klarer positioniere, wird auch nicht mehr jedes Problem bei mir abgeladen.

Mal schauen wie wir uns alle weiter entwickeln. :88n:

Viele Grüße von tabaluga
01.08.2013 - 103 kg;
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01.08.2015 - 92 kg;
Auch eine Schnecke kommt zum Ziel, dauert nur ein wenig länger!
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Beitragvon Pe » 30.04.2015 07:30

Das ist wohl ein typisches Frauenproblem. Männer, Kumpels, Kollegen können sich wohl mal die Wahrheit an den Kopf schmettern, streiten.... einen Tag später sitzen sie wieder zusammen, als ob nix gewesen wäre. Das find ich toll!
Frauen gelingt das nicht so gut.
Das fängt schon in der Kindheit an. Ich hab ja zwei Jungs, der kleine hatte mal ne kleine "Rauferei" dass sich der Kumpel sogar ganz dumm ne kleine Platzwunde zugezogen hatte. Ich dachte mir noch, na düse Freundschaft kann er jetzt knicken... Nö, am nächsten Tag gab's den Handschlag, beiderseitiges entschuldigen und alles war vergessen.

Ich finde die Gesichter und Reaktionen auch immer witzig, wenn man als sonst friedliebender Mensch mal deutlichere Worte findet, nein sagt und klarstellt dass man nicht der Vollhorst ist. Oft wird es abgetan mit... was'n mit der heut los???

Für mich ist es wichtig, nicht zu viel aufstauen zu lassen, denn meist brodelt es dann und die Wortwahl ist nicht mehr ganz so optimal ;-)
Ruhig und bestimmt zu bleiben, daran übe ich auch noch

Aber auch das schaffen wir, Mädels :88n:
Herzlichen Gruß

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Beitragvon winterruth » 30.04.2015 07:59

Mein Kollege sagt von mir immer:
Harmoniesüchtig mit Helfersyndrom
Ich glaube das trifft ziemlich genau den Punkt.
Ich arbeite auc daran das zu ändern.
Fühle mich hinter her aber meistens auch schlecht.
Start in den Oktober 🍁mit 101,4 Kilo
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Beitragvon Speckmade(l) » 30.04.2015 08:13

mollifit hat geschrieben:Hallo Anschi,

ich war auch so um die 50 rum, als ich anfing zu "sortieren".
Zu manchen Menschen ,zwar freundlich und höflich zu bleiben, aber mich innerlich
und das ist viel wichtiger, zu lösen.

Einen gesunden Egoismus zu haben ist gar nicht verkehrt.

LG Regina


Das sehe ich genau so!
Ich hab auch dieses Harmoniebedürfnis. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt! Und zwar so lange wie es MIR spaß macht. Ich kümmere mich gerne, wenn ich aber merke das es ein einseitiges "kümmern" ist und es mich mehr frustet als es mich freut grenze ich mich sofort ab. Es gibt Dinge und Menschen im Leben, die muss man sich einfach nicht antun. Und wenn man das konsequent durch zieht, lebt man viel entspannter und wird auch nicht so oft enttäuscht. Denn meist sind es die unerfüllten Erwartungen die uns Kummer oder Frust bereiten.
Es ist immer besser gleich den Mund auf zu machen als zu warten bis der Baum brennt. Niemand kann in andere hinein gucken, man muss sagen was einem nicht passt, sonst kann es nicht geändert werden.
Ich wünsch dir viel Erfolg beim umstrukturieren! :biggrinn:
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Beitragvon 60kgweg » 30.04.2015 09:23

Habe die Kommentare zum "Harmoniebedürfnis" alle gelesen und mich sofort wieder erkannt. Ich glaube, dass diese "Macke" bei mir super ausgeprägt war. Ich sage absichtlich war, denn ich stelle fest, je älter ich werde, desto eher kann ich auch mal Zoff aushalten und auch mal nein sagen. Nicht immer, aber immer öfter. :air_kiss:
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Ich bin nicht dick, Schönheit braucht viel Platz.

Ganz liebe Grüße
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Beitragvon Anschi » 30.04.2015 11:36

:danke1: euch allen für die aufbauenden Kommentare! Da habe ich ja ne richtig fruchtbare Gesprächsrunde ausgetauscht. Wir könnten ne Selbsthilfegruppe aufmachen mit dem Titel: "Wie kann ich mich selbstbewusst abgrenzen, ohne ein Egoist zu werden?" :viannen_102: Denn ein Egoist wollen wir ja alle nicht sein.....aber unseren eigenen Selbstwert erkennen und auch die dafür nötige Abgrenzung und den Respekt für uns zu fordern...das ist unser Ziel!
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Beitragvon Tomatensusanne » 30.04.2015 11:52

Vermutlich haben wir alle den gleichen Ausgangspunkt: Mobbing wegen Dick-sein. Ja nix sagen, sonst wird das Mobbing bloss schlimmer oder so.

Und mit zunehmendem Alter und fallenden Kilos steigt dann das Selbstbewusstsein.
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Beitragvon Anschi » 30.04.2015 14:55

Tomatensusanne hat geschrieben:Vermutlich haben wir alle den gleichen Ausgangspunkt: Mobbing wegen Dick-sein. Ja nix sagen, sonst wird das Mobbing bloss schlimmer oder so.

Und mit zunehmendem Alter und fallenden Kilos steigt dann das Selbstbewusstsein.


Ich glaube nicht, dass das "Nicht-Nein-Sagen-Können" automatisch etwas mit dem Dicksein zu tun hat - es gibt auch selbstbewusste Dicke! So richtig übergewichtig wurde ich erst vor 10 Jahren - aber auch schon als Jugendliche mit nur 50 Kilo konnte ich mich nicht gut behaupten, weil ich immer schon sehr "harmoniesüchtig" war und eher angepasst, als durchsetzungsstark....vor allem, wenn es um meine eigenen Bedürfnisse ging. In anderen Bereichen, wo ich Dinge organisieren musste und Leitungsfunktionen übernommen hatte, konnte ich die Ziele eigentlich meist gut verfolgen... Das einzige Mal, wo ich ein "Mobbing" wegen meines Gewichtes erlebt hatte, war vor etwa 5 Jahren bei einem Orthopäden, den ich wegen meiner Gelenkschmerzen aufsuchte und der dann abfällig sagte "das kommt alles von der WAMPE..." als ich in Unterwäsche vor ihm stand... Immerhin hat er dann aber trotzdem alle nötigen Untersuchungen veranlasst, um auch andere Ursachen auszuschließen...
Die jedoch hier beschriebenen Probleme, anderen "nicht auf die Füße treten zu wollen" haben etwas mit meiner Erziehung und meiner Veranlagung zu tun - und meine Aufgabe jetzt ist es, den Mittelweg zu finden zwischen Harmonie mit anderen...und Harmonie in mir selbst... Da können fallende Pfunde ergänzend hilfreich sein, aber so lange ich an meiner Einstellung mir gegenüber nichts ändere (in der Form, dass ich mich wert fühle, für mich selbst sorgen zu dürfen), würde sich auch bei Größe 36 nichts ändern... :boys_0136:

Lieben Gruß! Anschi
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Anschi » 01.05.2015 18:43

Weil ich dieses Thema in meinem Tagebuch sehr fruchtbar fand, habe ich es als Mottothema für den Monat Mai abgetrennt und hierher verschoben! Bin noch auf viele weitere Ideen zum Thema "neue Grenzen setzen" gespannt... :labern:
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Maggy1962 » 01.05.2015 19:03

@Anschi

oh ja da finde ich mich auch wieder, und dieses schlechte Gewissen obwohl man ja nur mal an sich denkt und sich nicht mehr
alles gefallen lässt, das kenne ich auch nur zu gut.
Und es ärgert mich wenn ich mich dann auch noch schlecht fühle, manchmal sogar so das ich heule, mittlerweile Gott sei Dank ohne
Frustfressen, aber der Rest ist auch noch zu bearbeiten.
Ich hatte jahrelang einen guten Freund, jedenfalls dachte ich das, er hat mich immer benutzt wenn es ihm schlecht ging, wenn es ihm
gut ging hörte ich nichts von ihm, bis ich das mal gesagt habe, einfach nur es wäre ja schön wenn er sich auch mal melden würde wenn
es ihm gut ginge, konnte er ja so gar nicht verstehen. In dem Moment habe ich einen klaren Schnitt gemacht.

Und eine Kollegin für die ich über viele Jahre alles getan habe, leider kam als ich mal Hilfe brauchte nichts zurück, im Gegenteil als mir dann
endlich wieder gut ging und ich mit Andy zusammen kam, da hat sie sich zurückgezogen, den Grund kenne ich bis heute nicht, denn wie man
so schön sagt sie beguckt mich mit dem Arsch nicht mehr. Selbst dann habe ich im Hintergrund noch irgendwie den Kümmerer gespielt, aber
auch da bin ich mittlerweile schlau, aber es hat soooooooooo weh getan.

Ich denke es ist wirklich ein Frauenproblem, mein Andy ist zwar auch eine Seele von Mensch, aber wenn der sich getreten fühlt, dann ist Schluss,
und Schluss heißt Schluss.

Ich bin fast 53 Jahre, aber ich glaube das lerne ich in diesem Leben nicht mehr

liebe Grüße
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