MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon mollifit » 01.05.2015 19:42

Anschi hat geschrieben: Denn ein Egoist wollen wir ja alle nicht sein



warum denn nicht? Es gibt Egoismus und Egoismus.
Ein Egoist zu sein, hat für mich nichts mit Hilfsbereitschaft
oder Einfühlsamkeit oder Ähnliches zu tun.
Klar, es gibt die Egoisten, die über Leichen gehen, hauptsache sie sind immer im Vorteil.
Die meine ich nicht.

Ein gesunder Egoismus sorgt dafür dass es mir und auch meinen Lieben , gut geht.
Ich kann helfen und für andere da sein, aber es darf nicht einseitig sein oder ausarten.
Und wenn es mir bei aller Freundschaft und Hilfsbereitschaft schlecht geht.........muss ich schauen, dass ich etwas ändere.
Es gibt immer wieder Menschen die können andere wunderbar ausnutzen......aber dazu gehören immer zwei.
Es gibt auch Menschen, die sich immer wieder ausnutzen lassen........von Egoisten, die immer nur an sich denken.

Also......ein gesunder Egoist zu sein ist vollkommen in Ordnung.
Das ist meine Meinung.

LG mollifit
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Tomatensusanne » 01.05.2015 20:24

Gesunder Egoismus, das ist ein tolles wort. Schade, dass nur wenige das wirklich ausleben koennen. So wie es gemeint ist.

Naemlich, nicht nur fuer andere da sein, auch mal an sich denken.

Hab ich grad hinter mir. Hab einen Nerv eingeklemmt. Viele sagen, bist du dumm, schon wieder arbeiten zu gehn, lass dich doch krank schreiben. Ich hab aber mit meiner Chefin gesprochen, konnte gestern und kann naechste Woche einen Job mit wenig Rueckenarbeit (mehr Kopf- und Beinarbeit) uebernehmen, und sie findet es bewundernswert, dass ich trotzdem versuch, arbeiten zu kommen.

Freunde und Kiropraktiker sagen, ich soll mich schonen (was ich auch mach). und dann kommt Maenne heute und meint ich soll im Garten beim Erde schaufeln helfen. Wie, gehts noch? Ne, ich nicht, bin froh, wenn ich Auto fahren kann. Wie lange dauert denn das noch? Das geht ja jetzt schon ne Woche.......

Dass er aber jahrelang krank war und auf ihn Ruecksicht genommen wurde, interessiert jetzt aber auf einmal nicht mehr

War da irgendwie gefrustet heute. Bis von Freunden nochmal bestaetigt wurde, dass ich mich noch schonen sollte, Da ist es dann scheinbar wirklich angekommen, dass es mir nicht so gut geht.

Sorry, das musste ich jetzt mal loswerden.

ICH SAG NEIN, WENN MIR EINE ARBEIT ZU VIEL WIRD.
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon fiorela » 02.05.2015 00:24

liebe frauen, ich kan alles unterschreiben was hier steht! und noch viel mehr...aber ich kan Susannes posting
Anschi hat geschrieben: Mobbing wegen Dick-sein. Ja nix sagen, sonst wird das Mobbing bloss schlimmer ode
absolut bestätigen. ich finde das runde menschen einen schweren stand in d. gesellschaft haben, und das es dann zu einem teufelskreis kommt.
vor paar tagen hat meine kleine hundin (21 monate) nach einem rüden geschnapt weil er unhöfflich war und ständig baggerte..das hat sie zum 1.ten mal gemacht! ich bin total stolz auf sie! gut were wenn ich auch so schnappen könte wenn es mir zu viel wird...das könte mein motto für dieses monat sein: "schnappen lernen" :-)
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon mollifit » 02.05.2015 07:18

[quote="fiorela"] gut were wenn ich auch so schnappen könte wenn es mir zu viel wirdquote]

Ja, das wäre gut.......da haben es Tiere wirklich leichter. Einfach zuschnappen
und der Fall ist erledigt.

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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Anschi » 02.05.2015 07:27

Mache ich inzwischen auch öfter mal.....zuschnappen.....halt in verbaler Form.... Aber kommt normalerweise gar nicht gut an...."bissig" halt im wahrsten Sinne - besser wäre es, wenn wir in sachlicher Gelassenheit rüber kämen, als aggressiv schnappend... :biggrinn:
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon frauhusi » 02.05.2015 07:49

Guten Morgen,
ich War vor 3 Jahren zur Mutter Kind Kur.
Da hatten wir Gespräche über dieses Thema.
Die Leitung meinte man muss immer erst an sich selber denken und zusehen dass es einem selber gut geht. viele der überforderten Mütter (und ich selber auch) fanden das egoistisch. Man kümmert sich doch in der Familie dass es allen gut geht und hat ein schlechtes Gewissen was für sich zu tun.

Nachdem ich eine weile der Diskussion zugehört hatte, habe ich festgestellt dass die VortRagende recht hat.
Ich habe das für mich an folgendem Beispiel verankert, ich greife darauf immer wieder zurück :

Wenn ihr fliegt, was erklärt die Flugbegleiterin für den Fall des plötzlichen Druckabfalles in der Kabine?
Richtig. Ziehen sie sich erst selbst ihre Sauerstoff Maske auf, bevor sie anderen helfen!!!!!!!!

Die Stewardess hat recht, wenn ich bewusstlos bin, gibt es nur ein Problem mehr und keinem ist dadurch geholfen.
Wenn ich aber mich um mich selbst gekümmert habe und es mir gut geht, dann kann ich anderen auch was gutes tun.
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon fiorela » 02.05.2015 07:53

guten morgen, endlich ist jemand hier wach :-)
ich sehe, das wenn hund zeichen geben (zuschanpen) das der andere hund das respektiert und sich beruhigt. aber ist das so bei mänschen? warum haben wir so angst das der gegenüber nicht los lässt, sondern weiter über die gränze geht?
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon mollifit » 02.05.2015 07:59

Ganz genau so ist es.....wenn es mir gut geht,
kann ich viel mehr erreichen und habe auch viel mehr Energie für meine Familie,
als wenn es mir schlecht geht und ich nach und nach krank werde , weil ich mich selber
gar nicht mehr wahr nehme.

Viele hier im Forum hatten oder haben Probleme für die Familie mit zu kochen nach
der 30 g Fett Methode. Weil die Familie meckert, dieses und jenes nicht essen will,
Wir wollen aber abnehmen.
Also wird auch anders gekocht. (Egoistisch???? ) Ja, irgendwie schon, aber mit diesem Egoismus
schaden wir niemandem.
Das bedeutet ja auch nicht, dass man für die Familie ab und zu mal das Lieblingsessen kocht.
Aber in erster Linie sind WIR mal dran. Es wird ausprobiert und die Praxis zeigt, dass , wenn man gar
nicht viel drüber redet, den Familienmitgliedern vieles fettarme schmeckt.
Und vom Fleische fallen sie bestimmt nicht. Sie holen sich ihr Fett beim Frühstück oder Abendbrot.

Gruß mollifit
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Maggy1962 » 02.05.2015 08:31

Obwohl ich schon Urlaub habe, habe ich mich heute Morgen schon wieder über einen Kollegen geärgert.

Dieses Scheiß Gehätze über Whats app geht mir langsam so was von auf den Nerv, es gibt Kollegen die dürfen sich
alles erlauben und niemand unternimmt was.
Ich finde es nämlich nicht normal das ein Kollege aus einem wirklichen nichtigen Anlass einem anderen über Whats App
Voice Mail öffentlich Prügel androht.
Aber dreimal dürft Ihr raten wer jetzt wieder die Dumme ist?????? Habe noch geantwortet auf den Angriff und dann meine
Konsequenzen gezogen und bis auf Andy alle Kollegen aus meinen Kontakten entfernt, ich habe andere Sorgen als mich mit
Kindergartenscheiß zu beschäftigen.

Jetzt fahre ich in den Urlaub und dann mal sehen was danach passiert

liebe Grüße
Maggy
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Luce » 02.05.2015 09:46

Was es einem auch noch schwierig macht, sind die Menschen die einem nahe stehen. :boys_0222:

Kleine Geschichte meiner Freundin: :boyboxen: :boys_0126:

Vater: Ich brauch dich heute, komm bitte nach der Arbeit gleich her.
Freundin: Ja aber........ich hab heute noch was vor, eigentlich kann ich nicht.
Vater: Ach, so wichtig ist das sicher nicht. Wenn ich eeeeeeeeeeeeeinmal was will von dir! Anmerkung: Er will ständig was von ihr.
Außerdem müssen die Fenster alle geputzt werden im Haus und der Vorgarten muss vom Unkraut befreit werden....du weißt doch, mein Knie, ich kann das nicht mehr machen.
Freundin: Ja, ok ich komme.
Anmerkung: Freundin hat Bandscheibenvorfall, darf den Arm nicht überlasten und ist selbst seit längerer Zeit schon total ausgepowert!


Freundin zu mir: Boah..........ich hab sooooo eine Wut auf ihn, werd gar nicht fertig damit! :sauerlilac: Das ist so ein Egoist, der fragt nicht mal wie es mir geht oder kann nicht akzeptieren wenn ich andere Pläne habe.

Ich zu Freundin: Ja, das ist ein Egoist! Steht außer Frage!
Nur: Wenn du jedesmal parat stehst, wenn du nicht nein zu Arbeiten sagst die du selber nicht machen kannst und sollst.........wie soll er dir Glauben schenken können, das du keine Zeit hast, das es dir wichtig ist die eigenen Dinge zu erledigen, das es dir Gesundheitlich nicht gut geht?!
Du bist doch trotzdem immer da!

Er behandelt dich nur so wie du dich selber behandelst! Nämlich mit Ignoranz deiner Bedürfnisse! Er selbst achtet wunderbar auf sich!

Und so haben wir viele, viele Spiegel in unserem Umfeld und es ist wirklich: Üben, üben, üben... Je gefestigter man selber wird, gut zu sich ist, desto weniger werden die Herausforderungen werden und desto leichter achten wir auf uns selbst.

Ist doch wie mit dem was Susanne oft in ihren Vorträgen erzählt.
Kuchentafel: Ein schlanker Mensch sagt nein, wenn er gefragt wird ob er noch ein Stück möchte........das wird sofort akzeptiert, fragt man einen Übergewichtigen danach, dann ist es nicht nur einmal, sondern es wird immer wieder nachgehakt ob er denn nicht doch möchte.
Das liegt aber nicht am Erscheinungsbild, sondern an der inneren Festigkeit. :88n:

Schlechtes Gewissen, jetzt mal verstandesmäßig auseinander genommen, braucht man seinem Gegenüber nicht zu haben, wenn man bereits alles getan hat. Schlechtes Gewissen sich selbst gegenüber......oh ja, wenn man sich selbst ignoriert und nicht auf die eigenen Bedürfnisse achtet und ja, wie Mollifit schon schrieb.....einen gesunden Egoismus an den Tag legen! :aufgeben:



Grenzen setzten ja.........Mauern hochziehen....nein.
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon fiorela » 02.05.2015 20:14

mano, habe 2 postings hier geschrieben und beide sind verschwünden! jetzt nur ganz kurz!!!
ich glaube das uns sehr früh und sehr viel eingeredet worden sei, das wir die umgebung/fam) unterstutzen mussen und aushalten sollen - was auch kommen mag.deshalb haben wir verloren den gesunden kontakt zu uns selbst und unseren egoismus.. bei mir zb. ist es so, das ich die 1.tochter bin, und musste immer zuschauen wie meine jungere schwester alles bekamm, und selbst musste immer still halten-weil ich sonst als undankbar galt.oder würde mir eingeredet - ich solle vernunftigere sein... tja, und so ist es auch heute: sie nimmt sich respecktlos alles was sie will, ich lebe (finde ich) etisch konsequent und werde laufend benechteiligt, betrogen, belogen, ausgenutzt..kennt das hier jemand? vg Fio
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Tomatensusanne » 02.05.2015 20:50

Oh, da kenn ich mich gut wieder, Fio. Ich bin auch die aelteste Tochter und meine Schwester hat alles in den H....... geschoben gekriegt. Da haett ich oft mal koennen, bzw. wollen :boyaufdenkopf:
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon fiorela » 02.05.2015 21:37

Tomatensusannchen, man könnte auch eine studie machen ob (über)gewicht direkt mit benachteiligung in der fam. hängt..ich glaube ja..mal sehen ob sich andere hier auch outen.
apropoh, habe heute auf d. hundewiese eine junge norwegerin aus bergen kennengelernt. ganz nette person, auch ihr schäferhund hatte freundlich mit meine 2,2kg hundin gespielt. heute hat meine kleine aber wirklich sehr schöne begegnungen auf der wiese gehabt (jo, ist mir sehr wichtig. ich habe keine kinder :-) und hatte viel spass. jetzt ist sie hundemüde....
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon Anschi » 02.05.2015 23:15

Ich erinnere mich, dass mein Chef in einem "Dienstgespräch" einmal missbilligend meinte (das ist aber auch schon bestimmt 2-3 Jahre her), ich würde "neuerdings" immer erst mal sagen "ich denk drüber nach", wenn eine Anfrage wegen eines "Sonderdienstes" käme. Ich hab dann geantwortet, dass ich ja dann "meistens" JA sagen würde am Ende.....aber dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass es gefährlich sei, GLEICH Ja zu sagen, weil man dann oft hinterher merkt, dass man etwas doch nicht will oder zeitlich kann....und wenn man dann "nachträglich" doch Nein sagt, käme das viel schlechter an, als umgekehrt....

In meinem "aktuellen" Fall von Abgrenzung geht es um meine Stiefkinder. Mein Stiefsohn und seine Freundin haben eine leichte geistige Behinderung, sind aber ansonsten ziemlich fit. Man könnte sagen, sie sind vielleicht noch nicht ganz so erwachsen, wie sich sich oft fühlen... Aber auch von Kindern kann ich doch Respekt und ein gewisses Maß an Verlässlichkeit erwarten. Und ich merke ja auch immer wieder: wenn es um was geht, das ihnen wirklich "wichtig" ist, dann klappt das auch gut. Aber wenn sie was verbocken, dann sollen wir das immer entschuldigen mit dem Satz "die SIND halt so"??
Mein Stiefsohn fragte neulich seinen Papa über WhatsApp an, wann er mal Zeit hätte für ein Treffen. Zu Ostern wollten sie eigentlich kommen....nachdem sie aber zwei Tage vorher merkten, dass die Fahrkarte Geld kostet, sie aber scheinbar "dafür" kein Geld übrig hatten und wir sie auch nicht mal eben holen und wieder bringen wollten (130 km einfache Fahrt) oder die Karte bezahlen (und sich auch kein anderer Spender fand), fiel der Besuch bei uns aus. Bei der Schwester mitfahren, die uns die Woche drauf besuchte und dort in der Nähe wohnt....das wollten sie auch nicht... Sie wollten uns "mal alleine" treffen. Ich schrieb dann per WhatsApp nachts fast 2 Stunden mit der Freundin, bis sie richtig frech wurde...."ich solle mal nicht so nen Stress machen, wäre ja nicht ihre Schuld, dass das jetzt doch was kostet..." (ich hatte geschrieben, nachdem sie die Mitfahrmöglichkeit nicht wollten "das eine will man, das andere muss man"...und dass sie dann halt sparen müssten, wenn sie nicht mitfahren wollten....oder uns mal einladen zu sich in die WG...)
Jedenfalls kam so vor 2 Wochen dann die erneute Anfrage, wann wir Zeit hätten. Wir schlugen den 1. Mai vor. Es kam von Beiden relativ zügig die Antwort, da hätten sie bereits was vor. Ich schlug alternativ dann den 3. Mai vor...es kam einige Tage keine Antwort, so schrieb ich die Freundin nochmal an Anfang LETZTER Woche. Sie meinte, an dem WE würde sie umziehen.....sie klärt mal, ob sie den Sonntag trotzdem kann. Ich bat bis Ende der Woche um Antwort, weil wir ja auch ein wenig planen wollen. Bis Sonntag-Nachmittag hörte ich nichts, dann schrieb ich nochmal, was jetzt mit dem 3. Mai wäre. Kam wieder nix. Nach 2 Stunden meinte ich dann, ich würde das jetzt einfach mal als ein NEIN sehen, dass es nicht klappt. Kam nur zurück "sind im Stress...". Am Montag MITTAG kam dann eine Nachricht, wir könnten uns dann doch am ERSTEN Mai treffen... Wir haben uns etwas veräppelt gefühlt.... und hatten auf diesen Hickhack keine Lust mehr. Haben dann geantwortet, dass sie ja geschrieben hätten, am 1. Mai hätten sie schon was vor...und dass wir jetzt nicht könnten. Statt einem bedauernden "Schade, hätten wir uns eher entscheiden müssen" kam ein vorwurfsvolles: "Jaaa....wenn IHR uns so hetzt....soo schnell können wir das auch nicht entscheiden...und hetzen lassen wir uns schon gar nicht... Wir müssen ja auch erst die Betreuer fragen, wenn wir was machen wollen..." Schon klar....aber eiiiigentlich war doch das ganze Wochenende schon verplant gewesen laut der vorherigen Nachrichten?? Und jetzt waren wir und die Betreuer schuld??
Da hab ich dann geantwortet, dass ich so einen Ton gar nicht ab kann und noch nen längeren Text dazu, von dem ich glaube, dass er nicht im Kopf des Empfängers auf Einsicht stieß, denn es kam zurück, dass ICH mich gefälligst in meinem Ton ebenfalls zusammereißen soll, sie wären ja schließlich erwachsene Menschen...... Und ich dachte so bei mir: WO ist die Form von Erziehung wohl hin, bei der WIR als Kinder gelernt haben, dass man ÄLTEREN Erwachsenen...und fremden erst Recht...in einem respektvollen Ton zu begegnen hat? Soll ich als Kind die gewesen sein, die immer respektvoll war......und jetzt im eigenen Alter davon gar nix mehr haben???

Hier habe ICH jetzt die Nummer der "Schwiegertochter in Spe" bei WhatsApp gelöscht....und hoffe, dass sie nicht die letzte Freundin meines Stiefsohnes bleiben wird... Und betrachte dankbar die jungen Menschen in meinem Umfeld, die nicht so rotzfrech sind..... Leider ist diese Unart der Respektlosigkeit inzwischen weit verbreitet unter jungen (und auch älteren) Menschen - und zwar ganz unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht, weshalb ich diese Behinderung hier auch nicht als "Ausrede" für das schlechte Benehmen gelten lassen will. Und sie lernen es nur, wenn ich mich abgrenze und SO eben nicht mit mir umspringen lasse, dass ich es mir wert bin, höflich behandelt zu werden!

Einen lieben Gruß! Anschi

P.S. Inzwischen versucht sie es über das Handy ihres Freundes...und nicht mehr bei mir, sondern bei meinem Mann.....sie denkt, wir merken den Unterschied nicht, wer gerade schreibt... Aber da mein Stiefsohn eher "sparsame" Nachrichten verschickt, fallen die längeren und vorwurfsvollen Texte gleich auf... :biggrinn:
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Re: MOTTOMONAT Mai: Statt Frustfressen Grenzen setzen...

Beitragvon fiorela » 02.05.2015 23:18

o, yoga kurse finde ich schreklich - wg der musik! ich kan nix machen wenn musik lauft (profes. deformation ist das)..und ich mag diese pling-plong-esoterik musik echt nicht..
ich frage mich: was haben wir davon IMMER freundlich und entgegenkommend zu sein? ich glaube das es so ein "band" mit eltern gibt, die freundlich/manipulierbaren kindern sugeriert das sie was besonderes sind oder verbundetet oder was tolles bekommen..ich weis nicht ob ich mich klar ausdrücke, aber irgentwie glaube ich was ich grad schreibe. niemand ist von anfang an nur freundlich, selbstlos, rüchsitsvoll+co..das ist angelernt..aber es muss ein klick machen um den weg nicht mehr gehen zu wollen (so wie bei mir als ich Susannes buch gelesen habe.), sonst ist es selbstbetrug...
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