Abnehmen beginnt im Kopf

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Abnehmen beginnt im Kopf

Beitragvon Anschi » 04.09.2013 07:14

Hallo, ihr Lieben!

Heute darf ich einmal ein neues Thema an den Start bringen! :cool: Und auch, wenn wir es "theoretisch" ja alle wissen, wollte ich mich mit euch mal darüber austauschen, wie es EUCH mit diesem Wissen in der Praxis geht: ABNEHMEN BEGINNT IM KOPF

Immer wieder lesen wir es ja hier oder hören es auch im Austausch mit Bekannten, dass sie trotz "Ernährungsumstellung" wieder zugenommen haben, weil sie wieder angefangen haben, "normal" zu essen.
Ich glaube, wenn wir in unserem Kopf "normal essen" noch immer gleich setzen mit der Ernährung VOR unserer Ernährungsumstellung, dann haben wir darin die beste Voraussetzung, auch hier einen JoJo zu bekommen.
Denn nach einer erfolgreichen Umstellung sollte ja UNSER "normal" die neue Ernährungsform sein und die Ausnahme die ungesunden Gewohnheiten von früher. Im Idealfall sollte das fettarme Essen von uns so verinnerlicht sein, dass wir vom Kopf her zu fettes Essen weder noch essen wollen noch essen können. Und dass wir (im Idealfall) für uns einen Sport "entdeckt" haben, der uns so viel Spaß macht oder so gut tut, dass wir ihn freiwillig auch nach erfolgreicher Abnahme weiterführen wollen - ohne Zwang! :good: Gelingt es uns langfristig nicht, diese Punkte im Kopf zu verankern (Sport natürlich nur, wer kann und mag), ist auch die 30-Gramm-Fett-Methode nur eine weitere "Diät", mit der wir hoffen, abzunehmen - aber wir werden auch diese Abnahme dann auf Dauer nicht halten können. :down:
Ich glaube auch fest, dass die dauerhaft Schlanken, auf die wir oft neidvoll blicken, in nur ganz selten Fällen alles essen können - die meisten Schlanken haben in der Regel auch ein gemäßigtes Essverhalten oder treiben viel Sport...haben also ein "gesundes Essverhalten". Und nur ganz wenige Ausnahmen können behaupten, dass sie ohne Bewegung und trotz Völlerei nicht dick werden oder keine gesundheitlichen Probleme haben... ;)

Welche Erfahrungen habt IHR diesbezüglich gemacht und wie denkt ihr darüber? Über einen regen Austausch freue ich mich! :mrgreen:

Herzlichen Gruß!

Anschi
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Beitragvon Micky » 04.09.2013 09:14

Hallo Anschi, Dein Thema ist sehr interessant. Ich habe jedoch auch keine Erklärung dafür, warum es eine Zeit lang wunderbar klappt, sich an die 30 g Fett zu halten und dann wieder nicht. Bei mir ist es jedenfalls so. Ich bin hochmotiviert und dann kommen wieder solche Schludertage dazwischen. Dann halt leider nicht nur ein Chaostag, sondern mehrere hintereinander. Hinterher ärgere ich mich zwar darüber, aber in dem Moment ist es mir egal. Wie machen das die anderen, die so toll abgenommen haben und das Gewicht auch halten?
LG Micky
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Beitragvon Kiki72 » 04.09.2013 09:25

Das ist ja ein tolles Diskussionsthema :D

Also, ich kann jetzt nur von mir berichten: ich hatte die 18 Kilo mehr auf den Rippen, da ich gerne viel mit Öl und Sahne gekocht hab. Und zwar in eher ungesunden Mengen. Das habe ich jetzt natürlich völlig abgestellt und es schmeckt trotzdem. Auch habe ich ein besseres Gefühl dafür bekommen, wann ich satt bin. Es darf auch mal was auf dem Teller liegenbleiben. Früher war mein Teller immer leer.

Und walken versuche ich natürlich beizubehalten, obwohl ich gerade ein wenig fauler damit geworden bin. Dafür waren wir mehr wandern, also auch Bewegung.

Bei mir waren/sind es also wirklich nicht die Süssis, Chips oder Cola und solche Sachen. Deshalb denke und hoffe ich, dass ich mein jetziges Gewicht halten kann. Ein, zwei Kilo mehr wären auch zu verschmerzen. Aber dann ist Schluß. Fühle mich wirklich um einiges wohler jetzt. Und vorallem: shoppen macht wieder so richtig Spass!! Möchte ich nicht mehr missen.

Für mich war es ein Aha-Effekt, als ich wirklich merkte, dass der Körper eigentlich doch ähnlich einer Maschine funktioniert. Was oben als zuviel reingeht, kommt prompt auf die Hüften. Spare ich Kalorien bzw. Fett ein, schmilzt es merklich. Sport, Bewegung dazu und schwupps, geht es noch schneller. Also, alles reine Berechnung. Sooo schwer ist es gar nicht. Aber natürlich: Konsequenz muss da sein, natürlich ohne sich zu kasteien. Und da ist dieses Programm genau das richtige, da jeder das eigene Essverhalten für sich finden kann, mit dem er abnimmt und es auch halten kann.

Ich stelle mich jetzt alle drei bis vier Tage auf die Waage. Aber nur so als grobe Kontrolle. Bis jetzt haut es super hin.

LG Kirstin
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Beitragvon tiefsee » 04.09.2013 09:53

Ein sehr interessantes Thema...

Ich denke,das die meisten User genau so das Gewicht angehaeuft haben.Bei mir war es so.....
Mit 23 Jahren,mit 78 kg(Mann,sah ich da noch gut mit aus :mock: )hab ich das erste mal abgenommen....,mit gekochten Getreidekoernern in Bruehe zB.
Oder eine Woche taeglich nur 1l normal fette Milch,500g Magerquark und 500g Buttermilch....
Hab ich schon die Kohlsuppendiaet erwaehnt??? :eyes:

Ein halbes Jahr spaeter hatte ich ein Gewicht von 62,2......
Was soll ich sagen........,hurra,jetzt bin ich schlank und schoen,jetzt wird gelebt,aber sowas von......
Das Ende vom Lied,Gewicht wieder drauf,plus Extrabonus von 10kg.
Tja.....,das dann oefter,bis......naja 132kg :oops:

Aber ich bin schlauer geworden.......,nix Diaet!!
Ernaehrungsumstellung ist die Devise...,und das dauerhaft. :good:

Ich bin dabei :D

LG Biggi
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abnehmen beginnt im kopp

Beitragvon verena70 » 04.09.2013 11:13

:hi: :good:

hallo zusammen
wie wahr abnehmen beginnt im kopp

gegen butterbrot mit wurst drauf ist gar nichts einzuwenden......nur darf es nicht zuviel werden dosis
kämpfe schon sehr lange mit dem thema übergewicht

habe auch schon das buch von dr.netzker gelesen
angst vor dem abnehmen :yes: :good:

ja und wie ich bei mir persönlich festgestellt habe
wurde von anderen immer kritisiert oder mit essen getröstet
veräppelt und verarscht entschuldigt meine harten ausdrucksweisen
ich bin grad voll auf konfrontationskurs
immer diese niederschmetternden verletzenden worte

das schaffst du ja sowieso nie :cry: :cry: dieses menschenverachtende
heruntermache der übelsten art mich seelisch so zu verletzten.....
im ersten gruppenwettstreit habe ich sehr gut abgenommen
im 2 ten hatte ich keinen erfolg
im dritten will ich nun durchstarten und ich denke das es jetzt an der zeit ist mich zu wehren.... :eek: :eek:
mir war scheints immer noch nicht klar wie ich von anderen manipuliertr worden bin...
wie ein braves mädchen....die jetzt ganz schön eklig werden kann..sich nix mehr sagen und gef
allen läßt

hab psychosomatisches übergewicht...kummerspeck war
früher die bezeichnung...

liebe grüße verena70
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Beitragvon mollifit » 04.09.2013 12:24

Ja, das ist ein gutes Thema.

Ich möchte erst einmal etwas zu den Schlanken sagen.
Ich beobachte immer wieder dass die Schlanken sich im Cafe
ein Stück Obstkuchen bestellen und ich eben (in der Vergangenheit, heute auch nicht mehr)
ein Stück Käsesahne und noch einen Florentiner (hm, lecker) dazu.
oder beim Eisessen......bestellt meine Tochter 3 Kugeln Joghurteis und ich
5 Kugeln gemischt, mit Schoko Malaga usw.
Das habe ich oft beobachtet. Die Schlanken, glaube ich, teilen sich alles besser ein.
Essen alles MAL was wir vielleicht früher täglich oder einfach öfter gegessen haben.

Ich wurde übrigens nicht so erzogen alles aufessen zu müssen was auf dem Teller liegt.
Ich war auch kein dickes Kind, keine dicke Jugendliche und habe vor 31 Jahren
mit 72 kg geheiratet.
Die letzten 10 kg Zunahme schiebe ich auf die Wechseljahre und das andere :?: :?:
Kam einfach so, jedes Jahr einige Kilos mehr.

Dann der Alltag, Kummer, Sorgen usw.
In bestimmten Situationen haben wir einfach nicht den Kopf frei.

Früher, als wir noch mit unseren Kindern eine Ferienwohnung hatten, habe ich im
Urlaub immer 2 kg abgenommen.
Jetzt gehen wir in eine Pension und dort ist es schwieriger. Es gibt Frühstück,
abends geht man essen ......es ist einfach schwieriger, für mich jedenfalls.
Da ich aber im Urlaub eine Küchenphobie habe, möchte ich keine Ferienwohnung mehr.

Ich habe für mich festgestellt, ich habe schon viel am Verhalten geändert und das sollten
wir auch sehen.

Vor allem NIE sagen, jetzt ist sowieso alles egal, jetzt hör ich auf und esse wieder wie früher.

Gruß mollifit
SORGE GUT FÜR DEINEN KÖRPER DER EINZIGE ORT AN DEM DU LEBEN KANNST

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Beitragvon Moni65 » 04.09.2013 13:25

Hallo,
was für ein tolles Thema.
Mein Leidensweg begann mit meiner Heirat 1970 habe ich noch 60 Kg gewogen,
fand mich da aber schon fett .
Meine Diätkarriere fing mit WeightWatches an. Eine gute Abnahme, aber immer ging es wieder nach oben.Nie konnte ich das Gewicht halten.

Ich habe, glaube ich, wie so viele hier, alles ausprobiert wo nur Diät drauf stand, aber ich konnte mein Gewicht nicht halten.

Im Jahr 2000 hatte ich ein Jahr voller Kummer und Sorgen. Mein Soh ist damals mit 35 Jahren gestorben und ich kam einfach nicht darüber hin weg.
Getröstet wurde bei mir mit Essen und Trinken.

Bis vor 7 Jahren die Diagnose " Diabetes " im Raum stand. Erst habe ich mich noch etwas gehen lassen und mich nur bemitleidet. Warum ausgerechnet immer ich.
Ich musste mir von meinem Doktor sagen lassen: jetzt nehme sie nicht mehr ab, denn sie müssen Insulin spritzen. Ein Masthormon

Da hat es bei mir im Kopf Klick gemacht. Ich wollte es allen zeigen.
Ich stelle 2011 meine Ernährung um und bin habe in der Zeit von 99 Kg bis auf 89 Kg langsam abgenommen.

Es soll für mich weiter gehen und ich werde es allen zeigen.
Man kann auch mit Insulin abnehmen auch wenn es mir manchmal zu langsam geht
Ich habe mich zum Wettstreit angemeldet und mein Ziel: ca. 85 Kg

Liebe Grüße
Monika
Zuletzt geändert von Moni65 am 04.09.2013 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Mein Neustart am 22.4.2016 mit 85,1Kg
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Beitragvon EvaRa » 04.09.2013 19:08

In euren Beiträgen stand sehr viel Interessantes, ich mußte oft zustimmen aus eigener Erfahrung. :yes:

Auch ich habe sehr oft bei den Schlanken beobachtet, dass sie Appetit auf die sogenannten gesunden Lebensmittel haben ohne darüber lange nachdenken zu müssen.
Ich dagegen griff viele Jahre auf die fettreichen Dinge, egal ob süß oder pikant. Ich bevorzugte die fetten Sachen ohne lange nachzudenken und ohne es zu wissen. :roll:

So bin ich mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, dass Abnehmen nicht nur im Kopf beginnt, sondern das Thema für immer im Kopf bleiben muß, wenn man das Gewicht nach dem Abnehmen behalten will.
So wie Anschi schreibt, soll diese Ernährungsweise zu einer selbstverständlichen fürs Leben für uns alle hier werden. :idea: Wenn unser Gehirn das gespeichert hat, kann nicht mehr viel schief gehen und der ewig lauernde JOJO kann uns mal gestohlen bleiben :P

Oft sage ich zu mir selber laut und deutlich: " Ich will nie wieder dick sein!" , da ich nach einer Abnahme in vorherigen Versuchen oft den Leidensdruck meiner dicken Zeit vergaß und schleichend alles wieder angefuttert habe :down:

Das darf nie nie nie mehr passieren !!!



LG EVA
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Beitragvon Anschi » 06.09.2013 13:06

Eva hat ja schon eine gute Zusammenfassung gegeben und eine gute Parole ausgeworfen! :good:
Bei mir selbst merke ich auch immer wieder, dass die "alten" Gewohnheiten vor allem in Stress-Zeiten gerne wieder an die Oberfläche kommen. Denn bei vielen von uns haben sie das Leben ja 30, 40 oder 50 Jahre...und mehr...bestimmt. Gerade im Moment, wo ich auf der Arbeit extrem viel Stress habe (da ich die Chefin vertreten muss, die Urlaub hat), hab ich das Gefühl, ich könnte den ganzen Tag "Nerven-Nahrung" brauchen. Wie ich es in meinem Wochenbericht schon schrieb, habe ich zum Glück nur noch fettarme Nervennahrung im Schrank...und in der Firma...*lach* Aber die Gefahr lauert schon...wie auch die der Bequemlichkeit, wenn es vielleicht TROTZ des Stresses gut täte, wenigstens noch eine Runde zu laufen...muss ja nicht gleich Walking sein...notfalls täte es dann auch ein Spaziergang, aber lieber lege ich mich dann doch aufs Sofa...

Bei Beginn der Umstellung war mir klar, es wird eine Entscheidung sein für eine DAUERHAFTE Änderung meiner Lebensgewohnheiten, denn wenn ich die alten beibehalten wollte, würde ich niemals meine Pfunde verlieren. Und dass ich mich insgesamt viel fitter und in mehrfacher Hinsicht "leichter" fühle, bestätigt ja, dass ich auf einem guten Weg bin. Aber wie auch Susanne schon zu mir sagte und es immer wieder auch in ihren Berichten und Büchern betont: es ist eine lebenslange Aufgabe, DRAN zu bleiben und sich immer wieder neu zu motivieren, die neue...bessere.... Lebensweise beizubehalten... sich bewusst zu machen, was man GEWONNEN hat durch die neuen Gewohnheiten und den Gewichts-Verlust - und nicht der alten Bequemlichkeit nachzutrauern und den ungesunden und fetten Nahrungsmitteln, die uns ja oftmals nicht nur dick, sondern auch zusätzlich noch krank gemacht haben!

Mir hilft es sehr, hier im Forum aktiv zu sein und mir Mitstreiter zu suchen, mit denen ich mich regelmäßig austauschen kann - denn auch, wenn Abnehmen im Kopf beginnt und auch dort aktiv bleiben muss, ist es eine Aufgabe, die wir immer wieder neu bewusst angehen müssen. Es ist eigentlich ähnlich, wie mit einer Ehe: viele glauben, nach der Heirat läuft es von alleine und alles klappt super, aber wenn man nicht "dran" bleibt und fortwährend an der Beziehung arbeitet, wird sie irgendwann kaputt sein. Und bei jeder anderen gesundheitlichen Einschränkung ist es ebenso: wenn wir unser Leben nicht entsprechend anpassen, werden wir auch keine Besserung erfahren. Wobei es Krankheiten...und Ehen...gibt, da hilft leider irgendwann gar nichts mehr... :down:

In diesem Sinne: BLEIBEN WIR DRAN! :good:

:nie.smiley_20125.png:
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Beitragvon Naddel28 » 06.09.2013 14:13

Ja, ich stimme euch auch in vielen Dingen zu!

Bei mir war es, im nachhinein betrachtet, oft der Frust, der mich essen ließ, was ich wollte. Ich war in einer jahrelangen Beziehung, welche leider oft nicht wirklich einfach oder unbeschwert war. Ich hatte oft nur 20 Minuten Gesellschaft am Tag und das war beim Abendbrot. Mein Partner aß nicht viel Gemüse, wir liebten Nudeln und es musste abends schnell gehen. So schlichen sich die Kilos rauf. Ende Februar sah ich ein Foto von mir, wie wir mit einigen Studenten (ich studiere berufsbegleitend) gemeinsam kochten. Und ich fühlte mich auf diesen Bildern einfach fett! Auch mein unregelmäßiges Sexleben (wir sind ja unter uns :-) ) war frustrierend, ich fühlte mich einfach zu dick dafür.

Dann hats Klick gemacht! Ich hab das Buch von Susanne entdeckt, die Beziehung war zu Ende, ich musste mich quasi neu formieren und sortieren und dann gings los! Das Essen schmeckte, ich war oft satt und es strengte mich nicht sonderlich an. Die ersten Erfolge auf der Waage bestätigten mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin!

Ich brauchte einen Schockmoment, wie das Bild, was mich an mir zweifeln ließ und dann ging es. Es beginnt definitiv im Kopf, gespickt mit dem Willen etwas verändern zu wollen!

LG
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Beitragvon Pe » 15.09.2013 13:29

Nachdem ich die letzte Zeit nicht so häufig und lange im Forum war, musste ich erst mal nachlesen. Sehr interessant, was ihr geschrieben habt.

Ich finde auch, Abnehmen beginnt im Kopf und ist überhaupt reine Kopfsache. Nahezu jeder Mensch weiß, wie gesunde Ernährung aussehen muss, um schlank zu sein. Aber die Umsetzung ist schwer, ohne das KLICK im Kopf geht es nicht.

Ist genauso wie bei Rauchern. Mein Mann ist Raucher und möchte eigentlich aufhören. Ich bin mal in die Apotheke gestiefelt und wollte ihm so Pflaster besorgen. Da hat die Apothekerin gemeint, sie könne mir das schon verkaufen, aber solange es im Kopf meines Mannes nicht "klick" macht kann ich ihn von Kopf bis Fuß damit zukleben - nützt nix.

So ist es auch beim Abnehmen. Voraussetzung ist ein felsenfester Wille. Eine große Portion Selbstdisziplin und Konsequenz. Und natürlich das richtige Konzept. Letzteres haben wir hier ja gefunden :)

Ich bin auch so ein Typ: Entweder "richtig" oder "gar nicht".
In letzter Zeit war es ein Mischmasch. Ein Tag war super, der nächste Tag schlecht usw. ... Wochenlang wenig gegessen, dann viele Einladungen.

Heute Mittag waren wir auch eingeladen zum Karpfenessen, heute Nachmittag geht es noch auf einen Geburtstag zu Kaffee und Kuchen.
Eigentlich denke ich an solchen Tagen, das Ding ist für heute eh gelaufen, jetzt kannst du abends noch ein paar Nüsschen essen oder ein Stück Schokolade usw. ...

Für heute habe ich mir fest vorgenommen, es gibt zum Frühstück nur 1 Glas grünen Smoothie, mittags den Karpfen, nachmittags 1 Stück Kuchen - und abends höchstens nochmal Smoothie.
So nehme ich zwar nicht ab, aber auch nicht gleich wieder zu, zumindest nicht viel (und sowas ist dann auch meistens schnell wieder weg)
Also eben nicht der Gedanke: Jetzt ist auch schon egal.
Das muss ich mir aber vorher fest in den Kopf setzen und mir dann auch beweisen, dass ich den Tag dann auch so schaffe. Jedes mal aufs Neue. Das ist noch kein Selbstläufer bei mir.

Am Anfang ist immer alles so leicht. Die ersten Pfunde purzeln, man ist euphorisch nach jedem Gang auf die Waage und dieses tolle Gefühl trägt einen dann weiter. Wenn aber Stillstand eintritt (egal warum), kommt es darauf an. Dann muss man wirklich viel Biss haben, nicht den Faden zu verlieren. Kämpfen und Motivation holen.

Für mich ist dieses Forum hier mein großer Rettungsanker. Zu Hause sagt niemand, also jetzt nimm mal noch 8 Kilo ab! Zudem empfinde ich es für mich äußerst schwierig, seit ich so in Gr. 42 passe und ich viele Komplimente erhalten habe. Das ist einerseits total schön, andererseits setzte sich bei mir -unbewusst- das Gefühl im Kopf fest: Eigentlich ist das jetzt ja schon ganz ok.
Das macht es für mich schwerer, endlich den Rest zu schaffen. Dieses "eigentlich passt es schon ziemlich"

Als die 20 Kilo komplett vor mir lagen, war es leichter.

Darum kann sich jeder glücklich schätzen, der es in einem Rutsch schafft. Bei mir ging das nicht aus unterschiedlichsten Gründen (Schilddrüse, beruflicher Stress usw.) - und natürlich auch dem fehlenden Biss.

Aber ich gebe nicht auf. Ich muss mich nur wieder jeden Tag aufs Neue damit auseinandersetzen - im KOPF!

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Herzlichen Gruß

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